Freitag 5. März 2010
Definition
Seen sind ständig mit Wasser gefüllte Vertiefungen in der Erdoberfläche und werden durch Quellen, Fließgewässer und Niederschläge gespeist. Ein See stellt ein weitgehend geschlossenes Ökosystem mit oder ohne Zu- und Abfluss dar. Zu- und Abfluss-Menge sind in der Regel gegenüber der Gesamtwassermenge eines Sees gering. Im Gegensatz zu einem Fließgewässer weist ein See kein Gefälle und starke Strömungen auf. So stellt er ein stehendes Gewässer mit vergleichsweise langen Wasseraufenthaltszeiten dar.
Ökosystem See - Lebensräume
Wie ist ein See gegliedert?
Das Pelagial ist der Freiwasserkörper des Sees. Darin hält sich das sog. Plankton (überwiegend mikroskopisch kleine Schwebeorganismen) und Fische auf. Es gibt pflanzliches (Phyto-) Plankton zu welchem Algen, sowie bestimmte Bakterien gezählt werden, sowie tierisches (Zoo-) Plankton, das aus Kleinkrebsen, Räder- und Wimperntierchen besteht.
Das Benthal umfasst den gesamten Bodenbereich des Gewässers und ist seinerseits unterteilt in Litoral und Profundal. Das Litoral stellt dabei die durchlichtete, pflanzen- und tierreiche Uferzone des Benthal dar. An das Litoral schließt sich das Profundal an. Es ist der lichtarme bis lichtlose Bodenbereich des Süßwassers, der frei von wurzelnden Pflanzen ist.
Die Kompensationsebene unterteilt zum einen das Benthal (wie oben erläutert) und zum anderen den Freiwasserkörper in zwei Bereiche.
- trophogene oder euphotische Zone (Aufbauzone): belichtete Zone mit Photosynthesemöglichkeit.
- tropholytische oder aphotische Zone (Abbauzone): unbelichteter Bereich, keine Biomassenproduktion durch Photosynthese.
Der See wird je nach Trophiegrad von einem charakteristischen Pflanzengürtel geprägt. Im Falle eines eutrophen Sees kann man z.B. folgenden Gürtel beobachten (vom Ufer des Sees aus): Erlenbruch, Riedgräser, Röhricht, Schwimmblattpflanzen, Unterwasserpflanzen und Algen.
Gefährdung von Seen
Dadurch, dass das Wasser sich in Seen im Gegensatz zu Fließgewässern sehr langsam austauscht, kommt es leicht bei erhöhtem Nährstoffeintrag zu einer Eutrophierung. Diese vermehrte Pflanzenproduktion wirkt sich negativ auf die Wasserqualität aus. Sie behindert die ausreichende Versorgung der übrigen Organismen mit Licht und nach Absterben der Pflanzen entziehen sie dem Wasser Sauerstoff.
Neben den natürlichen Nährstoffeinträgen, kommen Nähr- und Schadstoffeinträge aus Siedlungsgebieten und der Flächennutzung (z.B. Landwirtschaft) aus den Einzugsgebieten dazu.
Eine weitere Belastung stellt eine dichte Besiedelung der ufernahen Bereiche dar, womit eine Flächenversiegelung, Uferverbau und die starke Beeinträchtigung von Flachwasserzonen verbunden sind. Auch die zunehmende Intensivierung von Schifffahrt und Freizeitnutzung führt zu Störungen der Biozönose und massiven Uferveränderungen durch Rückgang des Schilfgürtels, Abfallablagerungen und technischen Verbau.
Ausblick
Um diesen Gefährdungen entgegen zu wirken ist eine regelmäßige Beobachtung und Bewertung der Wasserqualität (Monitoring) als Grundlage für Maßnahmenprogramme erforderlich.
Quelle “Internetauftritt Wasserwirtschaftsamt Donauwörth”.
Geanu hierin besteht unsere aller Aufgabe. Bitte informiert Euch über biologische Zusammenhänge und unterstützt unser Seen-Projekt.